Andreas Lazar hat auf dem Humboldt Berlin IV in einem Mixed-Team mit Katharina Ander aus Leipzig das ESL-Finale erreicht und mußte sich dort nur einem starken Team aus dem niederländischen Utrecht geschlagen geben. Zusätzlich wurde Andreas neuntbester Redner des Turniers mit fast hundert Rednern.
Das Turnier fand vom 23. bis 25. April auf englisch und in BPS statt. Es gab Platz für bis zu 72 Teams, doch aufgrund der Sperrung des europäischen Luftverkehrs wegen der Aschewolke aus Island konnten viele Teilnehmer nicht anreisen. Auch der Debattierclub Stuttgart, der ursprünglich mit zwei Teams und einem Juror nach Berlin fahren wollte, mußte auf Nils Haneklaus und Michael Saliba verzichten, deren Reisepläne wegen des Eyjafjallajökull durcheinandergeworfen wurden, und auf Igor Gilitschenski und Michael Neumann-Graham, die aus kurzfristigen privaten Gründen nicht mitkommen konnten. So mußte Andreas leider allein in die Bundeshauptstadt fahren.
Dort angekommen, stellte ihm Wiebke Nadler aus Leipzig Katharina vor, die fünf Jahre englischsprachiges Schuldebattieren betrieben hatte und nun auf ihrem ersten universitären BP-Turnier reden wollte, aber noch keinen Teampartner hatte. Ein glücklicher Zufall, der Andreas und Katharina ermöglichte, als "The Dark Horses" gegen 47 andere Teams aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Israel und einigen anderen Ländern anzutreten. Es sollte sechs Vorrunden, ein Haupthalbfinale und -finale und ein ESL-Finale geben.
Noch am Freitag hieß es "This house would make severe economic deprivation a ground for asylum" und "This house believes that the EU should oblige its member states to host gay pride parades in their capital cities." Aus der Schließenden Regierung und der Schließenden Opposition sprechend und unter anderem vom amtierenden Weltmeister Chris Croke juriert, gewannen Katharina und Andreas die erste Debatte und wurden Zweite in der zweiten. Ein guter Abschluß eines langen Tages.
Der nächste begann schon allzu früh mit den Themen "This house would abolish national religious holidays" und "This house believes that NATO members should not sell arms to non-NATO members" und den Positionen der Eröffnenden Regierung und der Eröffnenden Opposition. Müdigkeit, argumentative Nachlässigkeit und manche starke Gegner führten dazu, dass die Dark Horses zweimal nur den dritten Platz machen konnten.
Doch nach einem stärkenden Mittagessen und vor allem einem kurzen Schläfchen in der Mittagssonne war unser Team wieder fit und zeigte einmal mehr, dass Debattieren ein Sport ist, der Durchhaltevermögen belohnt: Zu den Themen "This house would ban any and all sporting or cultural practices which involve harming animals" und "This house would allow individuals to put up their organs for auction" lieferten Katharina und Andreas aus der Eröffnenden und der Schließenden Regierung starke Leistungen, die ihnen zwei gute zweite Plätze einbrachten und später sogar ein Lob von Chris Croke: "You really stepped it up."
Elf Punkte waren genug für den Break ins ESL-Finale, und mit einem mehr hätte es sogar fürs Haupthalbfinale gereicht. Doch so hieß es am Sonntag statt gegen sehr starke Konkurrenz aus Haifa, Rotterdam und Greifswald gegen wahrscheinlich schlagbarere Gegner aus Potsdam, Mainz und Utrecht antreten. Aus der Schließenden Regierung sollten die Dark Horses für "This house would give parents full rights of embryonal selection" reden. Katharina und Andreas taten ihr Bestes, doch konnten die starke und umfassende Analyse der Eröffnenden Opposition aus Utrecht nicht genug entkräften, um die Juroren auf ihre Seite zu ziehen. So verloren sie knapp, doch für ein Team, das sich erst zwei Tage zuvor zum ersten Mal getroffen hatte, war dieser Auftritt eine sehr unerwartete und glanzvolle Leistung. Danke an Berlin für ein tolles Turnier, danke an Katharina für das tolle Team!
26. April 2010
Stuttgart mächtig auf der Süddeutschen Meisterschaft
Vier Teams und fünf Juroren des Debattierclubs Stuttgart (DCS) haben die diesjährige Süddeutsche Meisterschaft in München am 17. und 18. April fast in einen DCS-Clubabend verwandelt. Sie brachten reiche Beute heim: Die Vizemeisterschaft, den Einzug in die Ewige Bestenliste des VDCH und sogar den Preis des "Last Team Standing". Nur der Turniersieg blieb uns leider verwehrt ...
Michael Saliba und Igor Gilitschenski als "Stuttgart Ereignishorizont" erreichten das Finale als Redner und verloren dort nur äußerst knapp gegen St. Gallen in einer Debatte zum Thema "Dieses Haus glaubt: Es gibt kein geistiges Eigentum in der Literatur". Zuvor hatten sie als erstes von 16 Teams ins Halbfinale gebreakt, das sie zum Thema "Dieses Haus fordert die Kopfpauschale im Gesundheitssystem" souverän gewannen. Michael wurde zweitbester Redner des Turniers, Igor mit nur einem Punkt Abstand viertbester.
"Stuttgart Eigenzeit", Sonja Wolff und Florian Wilken, breakte komfortabel als fünftes Team, doch mußte im Halbfinale leider gegen Igor und Michael sowie ein starkes Tübinger Team und das diesmal für Eichstätt startende, erfahrene DCS-Mitglied Jan Lüken und seinen Teampartner antreten. In diesem Duell war Tübingen der lachende Zweite, doch Sonja und Florian ließen sich ihre gute Laune nicht verderben, auch weil Isabel Spieth extra angereist war, um unseren Club als Fan zu unterstützen.
Magdalena Wallkamm und Alexey Abel als "Stuttgart Supernova" sowie Yara Molthan und Emil Soutschek als "Stuttgart Raumkrümmung" konnten jeweils eine Vorrundendebatte von den vieren zu den Themen der Umwandlung der Alpen in einen Nationalpark, der Veröffentlichung des Wohnortes entlassener Gewalttäter, der Unterstellung Jerusalems an die UN und der Bekämpfung der Staatsverschuldung durch Inflation gewinnen und so wertvolle Turniererfahrung sammeln; zusätzlich errangen Yara und Isabel durch beherzten Tanz- und Trinkeinsatz den Preis des "Last Team Standing".
Als Juroren reisten für den DCS Andreas Lazar, Marc Pieper, Benjamin Weihs, Lukas Becher und Michael Neumann-Graham an. Alle schlugen sich gut und zeigten, dass wir unseren Mitgliedern nicht nur eine gründliche Rede-, sondern auch eine umfassende Jurierausbildung geben; Marc und Andreas breakten ins Halbfinale, Andreas auch ins Finale.
So ist unser endlicher Einzug in die Ewige Bestenliste des VDCH eine verdiente Bestätigung unserer erstaunlichen Entwicklung im letzten Jahr. Denn vom letzten Listenplatz kann es für uns nur aufwärts gehen - und das wird es ohne Zweifel!
Michael Saliba und Igor Gilitschenski als "Stuttgart Ereignishorizont" erreichten das Finale als Redner und verloren dort nur äußerst knapp gegen St. Gallen in einer Debatte zum Thema "Dieses Haus glaubt: Es gibt kein geistiges Eigentum in der Literatur". Zuvor hatten sie als erstes von 16 Teams ins Halbfinale gebreakt, das sie zum Thema "Dieses Haus fordert die Kopfpauschale im Gesundheitssystem" souverän gewannen. Michael wurde zweitbester Redner des Turniers, Igor mit nur einem Punkt Abstand viertbester.
"Stuttgart Eigenzeit", Sonja Wolff und Florian Wilken, breakte komfortabel als fünftes Team, doch mußte im Halbfinale leider gegen Igor und Michael sowie ein starkes Tübinger Team und das diesmal für Eichstätt startende, erfahrene DCS-Mitglied Jan Lüken und seinen Teampartner antreten. In diesem Duell war Tübingen der lachende Zweite, doch Sonja und Florian ließen sich ihre gute Laune nicht verderben, auch weil Isabel Spieth extra angereist war, um unseren Club als Fan zu unterstützen.
Magdalena Wallkamm und Alexey Abel als "Stuttgart Supernova" sowie Yara Molthan und Emil Soutschek als "Stuttgart Raumkrümmung" konnten jeweils eine Vorrundendebatte von den vieren zu den Themen der Umwandlung der Alpen in einen Nationalpark, der Veröffentlichung des Wohnortes entlassener Gewalttäter, der Unterstellung Jerusalems an die UN und der Bekämpfung der Staatsverschuldung durch Inflation gewinnen und so wertvolle Turniererfahrung sammeln; zusätzlich errangen Yara und Isabel durch beherzten Tanz- und Trinkeinsatz den Preis des "Last Team Standing".
Als Juroren reisten für den DCS Andreas Lazar, Marc Pieper, Benjamin Weihs, Lukas Becher und Michael Neumann-Graham an. Alle schlugen sich gut und zeigten, dass wir unseren Mitgliedern nicht nur eine gründliche Rede-, sondern auch eine umfassende Jurierausbildung geben; Marc und Andreas breakten ins Halbfinale, Andreas auch ins Finale.
So ist unser endlicher Einzug in die Ewige Bestenliste des VDCH eine verdiente Bestätigung unserer erstaunlichen Entwicklung im letzten Jahr. Denn vom letzten Listenplatz kann es für uns nur aufwärts gehen - und das wird es ohne Zweifel!
13. April 2010
Ein rundum erfolgreiches Freundschaftsturnier
Jan Lüken, Mitglied des Debattierclubs Stuttgart (DCS), zur Zeit in Ingolstadt promovierend, und Yara Molthan vom DCS haben unser Freundschaftsturnier am 10. April gewonnen. Nach vier Vorrunden breakten sie mit 11 Teampunkten als erste Mannschaft ins Finale und konnten sich dort in einer hochklassigen Debatte zum Thema "Dieses Haus fordert anonymisierte Bewerbungsunterlagen" aus der Schließenden Regierung gegen die Eröffnende Regierung aus München (Reinhold Koch und Xenia Zhykhar), die Eröffnende Opposition aus Stuttgart (Isabel Spieth und Kai Nosbüsch) und die Schließende Opposition aus Tübingen (Lorena von Gordon und Peter Croonenbroeck) durchsetzen. Der Finaljury gehörten neben Michael Saliba und Igor Gilitschenski, die erfolgreich erste Erfahrungen als Chefjuroren sammelten, Andreas Lazar, Florian Wilken, Marc Pieper und Gregor Steinhagen (DCS-Mitglied und Satzbau Braunschweig) an. Nach kurzer Beratung erklärten die Juroren einstimmig Jan und Yara zu den Siegern, die je eine Flasche Wein und ein Baguette erhielten. Der Applaus der zufriedenen Teilnehmer beschloß einen schönen Tag des Debattierens.
Begonnen hatte dieser Samstag für manche schon sehr früh, da das Mittagessen (selbstgemachte Salate und (zu) viele Baguettes) und Kaffee und Kuchen besorgt und das Internationale Zentrum auf dem Campus der Universität Stuttgart in Vaihingen für das Turnier hergerichtet werden wollten, bevor es um halb zehn auch schon losging. Unsere Gäste aus Ingolstadt, München, Tübingen, Reutlingen und je zweimal Heidelberg und Karlsruhe wie auch die vier teilnehmenden Teams des DCS waren sehr pünktlich, so dass Michael nach kurzer Schulung bereits um zehn Uhr das erste Thema verkünden konnte: "Dieses Haus würde sämtliche Drogen legalisieren".
In drei Räumen hörten die Juroren gute bis sehr gute Debatten mit vielen Facetten, so dass es nach dem Mittagessen frohen Mutes weiterging, zu den Themen "Dieses Haus fordert Gehaltsobergrenzen für Spitzensportler" und "Dieses Haus würde den Teilchenbeschleuniger am Großforschungszentrum CERN außer Betrieb nehmen". Trotz mancher Vorurteile über naturwissenschaftsignorante Debattierer stritten sich unsere süddeutschen Teilnehmer in der dritten Debatte engagiert und kenntnisreich, ein weiterer Beleg für die Stärke unserer Region. Auch in der letzten Vorrunde zum Thema "Dieses Haus würde die Welthandelsorganisation (WTO) auflösen" hatten die Teams viel Überzeugendes zu sagen, und so wartete das Feld bei Pizza und Bier gespannt auf das Break, das denkbar knapp ausfiel: vier Teams hatten je 7 Teampunkte, doch nur zwei davon durften ins Finale, Stuttgart A gar nur mit zwei Rednerpunkten Vorsprung vor Stuttgart D, die sich vielleicht ein wenig ominös "Stuttgart Schlafdefizit" genannt hatten.
Dennoch sahen die Gesichter auch der müdesten Stuttgarter und unserer Gäste nach dem Finale rundum glücklich aus: Ein reibungslos organisiertes, sehr angenehmes Turnier mit herausfordernden Themen, beschwerdefreier Jurierung und einem würdigen Sieger war zu Ende, und nun wollten wir feiern gehen, Wein in der einen, Baguette in der anderen Hand.
Begonnen hatte dieser Samstag für manche schon sehr früh, da das Mittagessen (selbstgemachte Salate und (zu) viele Baguettes) und Kaffee und Kuchen besorgt und das Internationale Zentrum auf dem Campus der Universität Stuttgart in Vaihingen für das Turnier hergerichtet werden wollten, bevor es um halb zehn auch schon losging. Unsere Gäste aus Ingolstadt, München, Tübingen, Reutlingen und je zweimal Heidelberg und Karlsruhe wie auch die vier teilnehmenden Teams des DCS waren sehr pünktlich, so dass Michael nach kurzer Schulung bereits um zehn Uhr das erste Thema verkünden konnte: "Dieses Haus würde sämtliche Drogen legalisieren".
In drei Räumen hörten die Juroren gute bis sehr gute Debatten mit vielen Facetten, so dass es nach dem Mittagessen frohen Mutes weiterging, zu den Themen "Dieses Haus fordert Gehaltsobergrenzen für Spitzensportler" und "Dieses Haus würde den Teilchenbeschleuniger am Großforschungszentrum CERN außer Betrieb nehmen". Trotz mancher Vorurteile über naturwissenschaftsignorante Debattierer stritten sich unsere süddeutschen Teilnehmer in der dritten Debatte engagiert und kenntnisreich, ein weiterer Beleg für die Stärke unserer Region. Auch in der letzten Vorrunde zum Thema "Dieses Haus würde die Welthandelsorganisation (WTO) auflösen" hatten die Teams viel Überzeugendes zu sagen, und so wartete das Feld bei Pizza und Bier gespannt auf das Break, das denkbar knapp ausfiel: vier Teams hatten je 7 Teampunkte, doch nur zwei davon durften ins Finale, Stuttgart A gar nur mit zwei Rednerpunkten Vorsprung vor Stuttgart D, die sich vielleicht ein wenig ominös "Stuttgart Schlafdefizit" genannt hatten.
Dennoch sahen die Gesichter auch der müdesten Stuttgarter und unserer Gäste nach dem Finale rundum glücklich aus: Ein reibungslos organisiertes, sehr angenehmes Turnier mit herausfordernden Themen, beschwerdefreier Jurierung und einem würdigen Sieger war zu Ende, und nun wollten wir feiern gehen, Wein in der einen, Baguette in der anderen Hand.
10. April 2010
Freundschaftsturnier Stuttgart - erste Infos
Stuttgarts erstes Freundschaftsturnier ist zu Ende gegangen. Nach tollen vier Vorrunden und einem fulminanten Finale konnte sich Jan Lüken (Ingolstadt) und Yara Molthan (DC Stuttgart) zum Thema "Dieses Haus fordert anonymisierte Bewerbungsverfahren" durchsetzen. Zudem im Finale: OG München (Reinhold Koch, Xenia Zhykhar). OO Stuttgart A (Isabel Spieth, Kai Nosbüsch). CO Tübingen (Lorena von Gordon, Peter Croonenbroeck).
In der Finaljury: Michael Saliba, Igor Gilitschenski, Andreas C. Lazar, Florian Wilken, Marc Piper, Gregor Steinhagen.
Die anderen Themen: 1. VR: Dieses Haus würde sämtliche Drogen legalisieren. 2. VR: Dieses Haus fordert Gehaltsobergrenzen für Spitzensportler. 3. VR: Dieses Haus würde den Teilchenbeschleuniger am Großforschungszentrum CERN außer Betrieb nehmen. 4. VR: Dieses Haus würde die Welthandelsorganisation (WTO) auflösen.
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